Mitarbeitermotivation

Möglichkeiten der intrinsischen Mitarbeitermotivation im Betrieb

3.2. Die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg

Das neben Maslow in der Management-Literatur am häufigsten genannte Motivationsmodell wurde von Herzberg und Mitarbeitern entwickelt.[12] Herzberg leitet in seiner Zwei-Faktoren-Theorie die Vorstellung ab, dass Zufriedenheit und Unzufriedenheit nicht länger als Extrempunkte eines Kontinuums gesehen werden dürfen, sondern als zwei unabhängige Dimensionen.

- Unzufriedenheit wird durch (extrinsische) Faktoren der Arbeitsumwelt (dissatisfier) hervorgerufen. Die wichtigsten „dissatisfier“ oder „Hygiene-Faktoren“ sind: Personalpolitik, Status, fachliche Kompetenz des Vorgesetzten, Beziehung zu Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern u.a. Eine ausreichende Berücksichtigung dieser Faktoren führt nur zum Fortfall der Unzufriedenheit, nicht aber zur Zufriedenheit.

- Zufriedenheit kann nur über (intrinsische) Faktoren erreicht werden, die sich auf den Arbeitsinhalt beziehen. Die wichtigsten „satisfier“ bzw.“ Motivatoren“ sind: Leistungs- bzw. Erfolgserlebnis, Anerkennung für geleistete Arbeit, Arbeit selbst, Verantwortung, Aufstieg, Möglichkeit zur Persönlichkeitsentfaltung.

Herzberg hat aus diesen Erkenntnissen und seinen Untersuchungen den Schluss gezogen, dass nur solche Faktoren eine wirkliche Motivationskraft freisetzen können, die sich auf den Arbeitsinhalt und auf die Befriedigung persönlicher Wachstumsmotive beziehen. Ohne diese Faktoren (Motivatoren) kann es keine wirkliche Zufriedenheit und damit Motivation geben. Dies ist zugleich eine radikale Absage an allzu einfach konzipierte Motivationsprogramme wie Incentivereisen, Prämien, Aktionspläne usw., die das Motivieren als mechanische Anreiztechnik missverstehen.[13]

[12] Vgl. Herzberg, F./Mauser, B./Snyderman, B.D., The motivation to work, 2. Aufl., New York 1967

[13] Vgl. Steinmann/Schreyögg, Management: Grundlagen der Unternehmensführung, 5.Auflage, S. 502 ff.
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