Mitarbeitermotivation

Möglichkeiten der intrinsischen Mitarbeitermotivation im Betrieb

6. Zusammenfassung der Erkenntnisse

Wer Leistung fordert, muss Sinn bieten. In Anlehnung an Manfred Antoni[15] wird Arbeit vom Menschen dann als befriedigend und motivierend empfunden, wenn sie folgende Kriterien erfüllt:

- physische und geistige Tätigkeit: wobei es zunächst unerheblich ist, ob eher physische oder geistige Tätigkeit verrichtet wird. Wichtig ist nur das Zusammengehören von Planen und Ausführen, um Lust an der Aufgabenerfüllung erlebbar werden zu lassen. Die Trennung von Denken und Tun wird immer mehr abgelehnt. Große Zufriedenheit resultiert meist aus Aufgaben, die - allein oder im Team – von Anfang bis Ende bearbeitet werden können, also eine geschlossene Einheit bilden.

- Gestalterische Tätigkeit: Menschen wollen durch ihre Arbeit sich selbst und ihre Umwelt verändern, dazu muss das menschliche Neugierdeverhalten befriedigt werden können, hier muss das schöpferische und kreative Potenzial zur Geltung kommen.

- Produktive Tätigkeit: Das Verhältnis von aufgewandter zu produzierter Energie sollte möglichst günstig sein.

- Interaktive Tätigkeit: die meisten Menschen suchen und nutzen die Möglichkeit zu vielfältigen sozialen Kontakten am Arbeitsplatz, sie wollen wahrgenommen werden, suchen den Austausch und begrüßen Zusammenarbeit.



Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass Motivation, egal ob extrinsisch oder intrinsisch immer angemessen sein muss. Menschen muss man mit Achtung, Wertschätzung und Respekt begegnen und sie auch entsprechend behandeln. In erster Linie natürlich, weil es sich so gehört, aber nicht nur deshalb. Ein Mitarbeiter, der sich ausgebeutet fühlt, wird sich auf kurz oder lang rächen. Nicht auf einmal, sondern in kleinen, kaum spürbaren Aktionen. Es beginnt mit einer gefälschten Reisekostenabrechnung oder vielleicht mit ein paar Tagen „krankfeiern“, aber dieses Verhalten wird kontinuierlich ansteigen. Dies ist auf jeden Fall zu vermeiden, wenn eine Führungskraft an einer dauerhaften und kooperativen Arbeitsbeziehung interessiert ist. Motivation darf niemals mit Manipulation verwechselt werden. Manipulationsaufforderungen, wie etwa das berühmte Zitat von Dwight D. Eisenhower:“ Motivation ist die Fähigkeit, einen Menschen dazu zu bringen, das zu tun, was man will, wann man will und wie man will – weil er selbst es will.“ sind menschenverachtend und geschmacklos.

[15] Aus Reinhard K. Sprengers, Mythos Motivation, Wege aus einer Sackgasse S. 237 f
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